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Deutzer Brücke

Einzigartige Hohlräume

Sie ist die erste Hohlkastenbrücke aus Stahl weltweit – und somit Vorbild für weitere Brücken auf der ganzen Welt. Eine weitere Besonderheit: drei begehbare Hohlräume im Inneren. Diese Räume werden heute kulturell genutzt, etwa für Kunstinstallationen, Performances und Konzerte. Ebenso wie die Brückenpfeiler, in denen etwa das Bootshaus des KSK-Teams, den Kanufreunden Kölns, ansässig ist. So verschmelzen hier Infrastruktur mit Kultur und Sport.

Vorbild für Pittsburgh und Tokio

Die von 1913 bis 1915 errichtete Deutzer Hängebrücke wurde 1935 nach dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847–1934) benannt. Ihre architektonische Gestaltung basierte auf einem selbst verankerten Kettenkonstrukt aus Nickelstahl. Das Bauwerk diente als Vorbild für die „Three Sisters Bridge“ in Pennsylvania und für die „Kiyosu-Bridge“ in Tokio. Im Jahr 1945 brach die Hindenburgbrücke bei Reparaturarbeiten von Kriegsschäden unvermittelt zusammen.

Die erste Stahlkastenträgerbrücke der Welt

Nach dem Einsturz der Deutzer Hängebrücke diente die von der US-Armee erbaute und im Volksmund „Tausendfüßlerbrücke“ genannte McNair-Brücke als Behelfsbrücke. Sie musste jedoch bereits nach einem Jahr wieder demontiert werden. Zwischen 1947 und 1948 entstand eine Stahlbetonbrücke. Diese war streng genommen kein Wiederaufbau der Deutzer Brücke, sondern eine Neukonstruktion auf den noch intakten Pfeilern der Hindenburgbrücke. Anstelle der Hängebrücke wurde eine flache Balkenbrücke gebaut, um den Blick auf den Dom zu bewahren. Zwischen 1976 und 1980 wurde eine Zwillingsbrücke gebaut und an die bestehende Stahlbrücke herangeschoben.

Daten und Fakten

Blick ins Innere bei der Brückenmusik

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Mehr Informationen

Adresse: Deutzer Brücke

Sie liebt es bunt und schrill: Elke Koska. Die Schauspielerin und Kunstmanagerin war an zahlreichen Performance-Aktionen ihres Ex-Mannes HA Schult beteiligt und lebte bis 2010 fast 15 Jahre lang in einem der drei Stahlbetonkästen unter der Deutzer Brücke. Diese dienen als Unterbau der Brücke und bilden begehbare Räume ohne Tageslicht. Die außergewöhnlichen Räume werden in unregelmäßigen Abständen für Kunstinstallationen oder Konzerte genutzt. Und wie man sieht, lassen sich in den fensterlosen Räumen auch Wohnungen einrichten. Sogar mit nachbarschaftlichem Anschluss: In einem Raum neben Koskas damaliger Wohnung haben die Kanusportfreunde Köln ihr Bootshaus.

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