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Severinsbrücke

Preisträchtiges "Kunstwerk"

Sie gilt als die schönste Kölsche Bröck: die Severinsbrücke. Sie war die erste moderne Schrägseilbrücke Deutschlands und ein technisches Pionierprojekt ihrer Zeit. Und für einige Jahre trug sie die ganze Welt.

Markanter Pylon

Zwischen 1956 und 1959 erbaut, verbindet die Severinsbrücke die Südstadt mit Deutz. Bundeskanzler Konrad Adenauer ließ es sich nicht nehmen, persönlich an der Einweihung teilzunehmen. Das Bauwerk erhielt 1967, nicht zuletzt seiner innovativen Konstruktion wegen, den Kölner Architekturpreis.

Dabei ist ihr auffälligstes Merkmal ist der asymmetrisch platzierte Pylon, der Stahlpfeiler. Dadurch ist die Severinsbrücke sofort erkennbar und einzigartig im Kölner Stadtbild. Bei ihrer Eröffnung war sie die Schrägseilbrücke mit der längsten Hauptspannweite der Welt. (Leider kamen – wie bei der Südbrücke – auch bei diesem Brückenbau mindestens fünf Menschen ums Leben.)

Verkehrstechnisch ist die Severinsbrücke ein Resultat des Umbaus Kölns zur „autogerechten Stadt“. Auf der linksrheinischen Seite wacht der Namensgeber, der Heilige Severin, über die Brücke. Und wehe, wenn der Heilige einen Moment nicht aufpasst: Störungen auf der Severinsbrücke machen sich sofort im gesamten Straßennetz der Stadt bemerkbar.

Die Last der Welt

Die älteren unter uns erinnern sich: Von 1997 bis 2000 erstrahlte nachts eine aus Neonröhren gefertigte Weltkugel auf der Spitze des Pylons. Entwickelt wurde das Objekt vom Aktionskünstler HA Schult. Auf der Gitterkonstruktion waren die Kontinente in verschiedenen Farben sowie eine rot leuchtende Neonfigur zu sehen. Wer das Kunstwerk heute sehen möchte, muss nach Köln-Riehl zum DEVK-Gebäude fahren. Die Kugel wurde damals mit einem Hubschrauber dorthin gebracht.

Daten und Fakten

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